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Forschungsprojekt "Herstorie – Erinnerung der Frauen" (31.01.2008)
Ziel des Projekts ist, für heutige und künftige Generationen die Erinnerung an die tragische Zeit des Nationalsozialismus zu bewahren – die Zeit, in der Grundwerte verkannt worden sind, nach denen sich die Staaten und ihre Bürger richten sollen: Demokratie, Achtung der Menschenrechte, Freiheit, Meinungsfreiheit, Toleranz. In unserem Projekt geht es um Reflexionen über die Vergangenheit, den aktuellen Zustand und das Modell der Beziehungen zwischen den Völkern hinsichtlich der Prinzipien, auf deren Grundlage die Europäische Union entstanden ist. Wir wollen den Frauen als Opfern von Deportationen sowie Vertreibungen während und nach dem 2. Weltkrieg gedenken, indem wir in die Geschichte die weibliche Perspektive einbringen. "Herstorie" ist eine Gelegenheit zum Dialog zwischen den deutschen und polnischen Frauen über schmerzliche Ereignisse des 2. Weltkrieges sowie zum Dialog zwischen den Generationen mit der Beteiligung von jungen Menschen aus Deutschland und Polen. Im Verlauf des Projekts werden Berichte von unmittelbar Betroffenen und Zeitzeuginnen des 2. Weltkrieges gesammelt, aufgezeichnet und präsentiert. Auf diese Weise wird die Dokumentation der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen um die Frauengeschichte erweitert. Wir wollen die vielleicht letzte Chance nutzen, die Erlebnisse der Zeitzeuginnen zu schildern und dabei die Geschichte und den Nationalsozialismus aus der Perspektive von Individuen zu zeigen. Dies wird den historischen Ereignissen Dimensionen von persönlichen Frauentragödien verleihen und sie dadurch nachvollziehbarer machen. Die aktuelle deutsch-polnische Diskussion findet hauptsächlich zwischen den Regierenden, Politikern, Historikern und Journalisten statt. Die Bürger beteiligen sich daran viel zu wenig, weshalb ein direkter Austausch, ein Dialog und ein Verständnis füreinander erschwert wird. Das vorliegende Projekt soll diese Lücke auffüllen und einen Raum für den Dialog zwischen den Bürgern schaffen. Im Rahmen des Projekts wird eine Konferenz für junge Menschen aus Deutschland und Polen organisiert und eine filmische Dokumentation der Frauengeschichte entstehen (DVD). Wir hoffen, daß dadurch das Verständnis für die weibliche Perspektive in der Geschichte wachsen wird. Betont wird eine gewisse Ähnlichkeit der Schicksale von deutschen und polnischen Frauen, die während des 2. Weltkrieges durch Zwangsaussiedlungen betroffen worden sind. Das Wissen über die Geschichte wird an die nächste Generation weitergegeben. Wir hoffen auch, daß das Projekt dazu beitragen wird, Forschungen über Frauenproblematik in der Geschichte einzuleiten. Konferenz "Herstorie – Erinnerung der Frauen" (25.03.2008)
Am 5. April 2008 findet in der Bibliothek der Warschauer Universität (ul. Dobra 56/66) die deutsch-polnische Konferenz "Herstorie – Erinnerung der Frauen" statt. Die Veranstalterinnen sind Fundacja PSF Centrum Kobiet (Stiftung PSF Frauenzentrum) aus Warschau und Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V. aus Berlin. Eingeladen werden deutsche und polnische Frauen - Zeuginnen von Vertreibungen sowie Aus- und Umsiedlungen während des 2. Weltkriegs; darüber hinaus Jugendliche aus beiden Ländern sowie alle, die sich für die Problematik der Frauenvertreibungen in der Geschichte interessieren. Das Ziel der Veranstaltung ist, eine offene, grenz- und generationsübergreifende Diskussion über Frauenvertreibungen einzuleiten. Für die gegenseitige Verständigung werden Simultandolmetscher sorgen. Die Konferenz wird durch eine Fotoausstellung über Umsiedlungen ergänzt. Die Veranstaltung resultiert aus einem Projekts, das seit einem halben Jahr von Fundacja PSF Centrum Kobiet in Zusammenarbeit mit Fraueninitiative Berlin-Warschau durchgeführt wird. Im Rahmen des Projekts wurden Berichte von deutschen und polnischen Frauen, die eine Vertreibung erfahren haben, gesammelt und aufgezeichnet. Programm der Konferenz:
Anmeldung: hier. |
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